Atonor ist...

...ein Programm: Musik fällt aus! Und zwar aus allem, aus jedem...

Kaum zu erfassen – nicht zu vergessen – unvorhergesehen, verrückt, überraschend: Ein Universum der Fantasie und Kreativität – eine Fusion von Klängen, Objekten, Elektronik und Musik – ein Sammelsurium von Gegenständen, die man kennt und nicht wiedererkennt, die man nicht kennt und über die man staunt – eine faszinierende Magie der Dinge, die Neugier und Lachen, Fragen und Grübeln, Rhythmus und Experiment vereint.

Atonor bewegt sich in einer bizarren Welt alltäglicher verrückter Begebenheiten: Scherengitter, Saitenschaukel, Tonschnüffler, MIDI-fone, Spielkartons, Kilo Ohm, Klangflussreiniger, Zentrifugalseilkraftsampler, Klangsprungballspiel, Neonor und Optomäuse – sie alle bilden das elektronische und akustische Inventar des Künstlers Erwin Stache.
Alltägliche Gegenstände brechen aus ihrer ursprünglichen Funktion aus und in neue Klänge ein: Leise knarrend öffnet sich eine Wandgarderobe und rauscht vor sich hin. Die Schwingbox fuchtelt mit ihren weißen Stäben im Raum herum – sie mimt den virtuellen Schlagzeuger und vollführt einen klanglichen Fechtkampf. Der Musiktrainer fährt Melodien vor einem Pult mit alten Telefonen, deren unablässiges Wählen von Nummern sich in einem Rhythmus aus Trommel- und Bassgeräuschen etabliert. Der graue Hörer wird abgehoben, die Schädeldynamiker summen, die Metallpole stehen unter Strom und der Nervtöner schweigt.

Atonor ist eine Gruppe junger Akteure, die ihren ganz eigenen musikalischen Weg durch jene Welt des Klangsurrealismus' geht – zu Lande, zu Wasser, auf der Bühne, in der Stadt. Das Programm heißt: Musik fällt aus! Und zwar aus allem, aus jedem.
Atonor wurde im Jahre 2002 von Klangkünstler Erwin Stache im Rahmen einer schulischen Arbeitsgemeinschaft am Gymnasium Brandis bei Leipzig ins Leben gerufen. Mit dessen vielfältigen elektronischen und akustischen Klangobjekten kreiert Atonor Stücke, Programme und Filme, die eine Mischung aus Experiment, Performance, Szene und Rhythmus darstellen. Das heute eigenständige, aus Leipziger und Berliner Künstlern bestehende Ensemble ist mit Konzertabenden und Rahmenprogrammen bis hin zu räumlichen Spezialprojekten auf zahlreichen Veranstaltungen und Festivals europaweit vertreten, immer mit dem Ziel, eine Situation zu schaffen, in welcher das Publikum nicht weiß, worüber es mehr staunen soll: Über die Objekte selbst oder über die Art und Weise, wie sie eingesetzt werden.

 

 

2013
- Tour mit Programm "Drahtig.Elektrisch.Abgefahren"
- Gemeinschaftskonzert mit Düsseldorfer Schülern zur Bildkunstaktion "Und was hörst du, wenn du siehst"
- Auftritte u.a. in Frankfurt/M, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Stelzen und Rennes (JSM)
 
2012
- Etablierung eines Quartetts
- UA „Feuerzauber“ zur Aktion „Extraschicht“ in Mülheim a.d. Ruhr
- Gemeinschaftskonzert mit Mülheimer Jugentlichen zum Festival „Utopie“
- Auftritte u.a. in Berlin, Stelzen, Mülheim und Marseille (MIMI)
 
2011
- UA „Kanalarbeiten“, Fließende Klänge in Leipzig
- UA „Klangfluss“ zur Mulda Mysteria in Grimma
- teilweise Verlagerung des Ensembles nach Berlin
- UA „Ball schön flach oben rein“ in Donaueschingen
- Überarbeitung und Erweiterung des Programms „Drahtig.Elektrisch.Abgefahren“
- Auftritte u.a. in Donaueschingen (Musiktage), Leipzig, Augsburg und Grimma
 
2010
- Dreh und Produktion des Films „Telefonbeat“, eine internationale MIDI Telefonkonferenz
- UA Programm „Drahtig.Elektrisch.Abgefahren“ in Forli
- Auftritte u.a. in Forli, Leipzig, Halle und Bleckede
 
2009
- UA „Ab und an auch auf und ab“: Objekte und Akteure im PaterNoster in Berlin
- Schiffsperformance auf der Gil Eannes in Portugal
- Workshop und gemeinsame Aufführung mit Kindern zum Festival „plattform 1“
- Auftritte u.a. in Berlin, Viana do Castello, Gent, Augsburg, Weimar und München
 
2008
- UA Klangexperimente im Wasser in Leipzig
- erste außerdeutsche Tour nach Belgien
- Loslösung der Gruppe vom Gymnasium Brandis und Eintritt außerschulischer Gäste
- Verringerung der Besetzung auf Kammerensemblegröße
- Auftritte u.a. in Halle, Gent, Laarne, Leipzig (Wasser-Lebensläufe), Hannover und Chemnitz
 
2007
- Dreh und Produktion des Films „Zur selben Zeit am anderen Ort“, eine Geschichte über die Gewohnheit, Dinge entgegen ihres ursprünglichen Gebrauchs zu verwenden
- UA Programm „Still-Schrill“ mit Leipziger Schulkindern, Atonor beginnt seinerseits mit Kindern und Jugendlichen zusammenzuarbeiten
- Preisträger von „Kinder zum Olymp!“ (zus. mit den Kindern von "Still-Schrill")
- Preisträger beim Jugendkunstpreiswettbewerb
- UA Programm „Setzkasten“ - Menschliche Sequenzer in Leipzig
- Auftritte u.a. in Leipzig (Klangrausch, Bimbotown), Dresden, Halle und München
 
2006
- Neuer Ensemblename: Atonor
- Etablierung kleinerer Rahmenprogramme
- Auftritte u.a. in Leipzig (Klangrausch), Berlin, München, Freiberg und Stuttgart
- UA Programm „Nervtöner-Schädeldynamik“, Konzert für Stricknadeln, Abflussreiniger und chinesische Silben in München
- Preisträger von „Kinder zum Olymp!“
 
2005
- Preisträger von „Kinder zum Olymp!“
- UA Programm „InSait-OutSait“ mit über 40 selbstkreierten Saitenobjekten zum Klangrausch-Festival Leipzig
- Auftritte u.a. in Darmstadt, Leipzig (Klangrausch), Stelzen und München
- AG Neue Musik-Treffen und Gemeinschaftskonzert in Grünstadt anlässlich des 35-jährigen Bestehens der AG NM Leininger Gymnasium Grünstadt zusammen mit der AG NM Trostberg
 
2004
- UA Programm „Vorsicht! Schreiende Bücher“: Klanglaboranten auf elektronischen Spuren zwischen Kilo Ohm und Zentrifugalseilkraftsampler in Leipzig
- UA Programm „Ligretto Stop! und weiter“ - Karten gelegt, Klänge gesetzt - in München
- Auftritte u.a. in Chemnitz, Hall (Osterfestival), Stelzen (Stelzenfestspiele), Leipzig, Freiberg und München
 
2003
- Fortführung als „AG Klangexperimente“
- UA Programm „Musik fällt aus!“: Gemeinschaftsprojekt mit fünf Leipziger Schulen, Lehrern und Komponisten
- Unterrichtsfächer werden szenisch und klanglich gestaltet und bilden einen musiktheatralischen Schultag
- weitere Auftritte u.a. in Leipzig, Grimma (Int. Musikfestival) und München (Klangaktionen)
 
2002
- Gründung im April am Gymnasium Brandis als schulische Arbeitsgemeinschaft unter dem Motto „Appetit auf Klänge“ - Aufnahme in das Jahresprogramm der Münchner Klangaktionen
- Auftritte in Delitzsch, Brandis, Leipzig und München